Mittwoch, 7. August 2013
Alptraum Discofox
Moin voller Vorfreude,
es ist wieder etwas Schönes passiert!
Ich wurde gefragt, ob ich für ganz bezaubernde Freunde von mir die Trauzeugin wäre. Mein mangelndes Selbstbewußtsein und der Zweifel an meiner liebevollen Persönlichkeit ließ mich antworten: "Meint ihr das ernst? Seid ihr euch da sicher?" Und sie bejahten dies und ich war unglaublich gerührt und nicht geschüttelt. Das ist ein sehr großer Vertrauensbeweis und es zeigt, wie sehr die Freundschaft geschätzt wird. Ja, das ist etwas sehr, sehr Schönes.

Ich freue mich riesig darauf für die beiden da zu sein. Die beiden sind kein Kollektivpärchen, die zusammen in ne Cocktailbar mit Freunden gehen und dann sagt sie "WIR essen nur einen Salat" oder "WIR mögen ja das nicht so gerne", während er nickt und seine gebrochene Persönlichkeit mit seinen Eiern zum Trockenen aufhängt. Es gibt auch diese "WIR wollen Kinder, ein Haus, ein großes Auto, aber ER braucht noch ein wenig, um das zu kapieren"-Pärchen. Hui, da wird mir plötzlich schlecht.

Aber die beiden sind einfach nur ein Paar, das zusammen und jeder für sich gleichfalls toll sind und eine schöne, langjährige Beziehung verbindet.
Auf jeden Fall freue mich schon auf alles, was die beiden sich für ihre Trauung ausdenken und worin ich sie unterstützen kann.

Was hoffentlich nicht auf der Hochzeit vorkommt, denn dann käme Frankensteins Eleganz in mir zum Vorschein, wäre mein Alptraum Discofox.
Auf jeder Feier, in jeder Disco, überall sieht man Menschen Discofox tanzen, als gäbe es keinen anderen Tanz auf der Welt und als würden alle mit der Muttermilch diesen hin- und herwusel-Tanz einsaugen.

Und hier steige ich geistig und körperlich aus. Denn während ich begeistert und motiviert mit einem breiten Lächeln und ganz viel Bewegungsfreude Jive, Walzer und Tango tanze, stockt mein Körper komplett beim Discofox. Sobald Discofox-tanzbare Musik aufgelegt wird und sich Pärchen wie selbstverständlich auf die Tanzfläche begeben, um diesen Tanz, gerade erst gelernt, imitiert vom Nachbarpaar oder professionell aufs Parkett zu legen, werde ich stocksteif. Ich kann mich nicht mehr bewegen. Die Angst, aufgefordert zu werden, lässt mich dort, wo ich gerade stehe, erstarren und ausharren. Ich passe mich der Umgebung an und versuche an einer Wand gepresst den Blicken von Tanzwütigen zu entgehen.

Ich habe den Discofox gelernt, jedoch kann ich ihn nicht umsetzen. Es ist nicht so, dass ich ihn nicht gerne mal tanzen würde, mein Kopf schaltet jedoch auf Vakuum, sobald dieser Tanz angespielt wird. Ich kapiere die Schrittfolge nicht. Ich verstehe nicht, warum ich auf einmal weggedrängt und dann wieder rangezogen werde. Ich kann die Freude meines Gegenüber nicht teilen.
Zudem stolper ich, trete auf mein Kleid, trete auf die polierten Schuhe des Gegenüber, laufe stocksteif ohne Rhythmusgefühl die Schritte ab, bis ich kapituliere und mich zum Wohle aller aus dem Tanzgedränge verabschiede.

Wenn es ein Anti-Discofox-Gen gibt, ich habe es.
Bitte liebe Discofox-Tänzer. Nehmt Rücksicht auf die, die es nicht tanzen können. Lasst uns einfach am Rand stehen und gebt uns das Gefühl, dass wir keine Außenseiter sind. Es ist schon schwer genug, einer Minderheit anzugehören. Akzeptiert unser Handicap und spielt weniger Lieder, in denen wir ausgeschlossen werden.

Macht es gut und tanzt besser.



Intellektueller Tanz vorm Bücherregal
Moin, heute ist Sturm angesagt, deswegen fahre ich mit dem Rad und nicht mit dem Auto. Denn sonst bekommt man vom Sturm ja nichts mit und dann haben sich die Meldungen auch nicht gelohnt. Verschwende Informationen, die man einen ganzen Tag mit sich herumträgt und dann auch noch gekonnt umgeht, wenn man im Auto sitzt. Neee, wenn es Sturm mit Gewitter gibt und ich immer daran erinnert werde, dann muss ich da auch mitten rein! Also gibt´s gleich eine laaange Radtour!

Eben war ich im Buchladen. Ich wollte ein Buch kaufen. Ich lese übrigens keine Romane. Es macht für mich keinen Sinn einen Roman zu kaufen. Denn man Anfang ist es entweder schleppend oder spannend. Bei schleppenden Anfängen brauche ich gar nicht weiterzulesen. Bei spannenden Anfängen blättere ich nach dem zweiten Kapitel zum Ende und schaue, ob es sich denn lohnt, das ganze Buch zu lesen. Und dann weiß ja schon, wie es ausgeht und brauche es nicht mehr zu lesen.
So geht es mir mit allen Romanen. Daher lese ich die Buchdeckeltexte und entscheide mich dann, ob das ein schönes Buch für Freunde wäre. Ich mag nämlich gute Romane und verschenke sie gerne. Kann sie nur leider aus den genannten Gründen nie ganz lesen.

Ich ging also in den Buchladen. Ihr wart sicherlich auch schon mal in einem Buchladen. Dort ist es meistens sehr still und gediegen. Man fühlt sich klug und in eine gehobene Gesellschaft aufgenommen. Man ist belesen und interessiert sich für noch mehr Weisheiten in gedruckter Form. Man hält ein Buch in der Hand oder steht stundenlang reglos vor einer Wand mit Lesevorschlägen. Man schaut sich um, was es denn noch so an hübschen Accessoires gibt, welche mit Sprüchen von großen Dichtern und Denkern bedruckt sind.

Ich hingegen bemerkte beim Betreten des Buchladens ein Krabbeln in meinen Haaren. Dieses Krabbeln entwickelte sich in fallendes Gefühl direkt in meinen Ausschnitt. Und als ich dorthin sah, saß eine relativ große, schwarze Spinne auf meinem Busen. Ich erschreckte, haute mit der flachen Hand auf mein Oberteil und zerquetschte, zumindest teilweise, die Spinne in meinem BH. Diese fiel in mein Oberteil, welches ich dann von unten erstmal hochhob und durchschüttelte.
Wir erinnern uns, ich stehe in einem Buchladen! Dort sieht man wild zappelnde, sich entblößende und im Dekolletee rumwühlende Personen nicht so gerne.
Doch die verkrüppelte Spinne schaffte es durch mein Shirt in den Rocksaum. Nicht schön, aber selten. Denn nun musste der ja auch noch freigeschüttelt werden.
Ich war ein öffentliches Ärgerniss.
Niemand verstand, was mein Problem war und in einem Buchladen kann man ja auch nicht laut "Hilfe! Spinne im BH" brüllen.
Irgendwann verlor ich die Spinne aus den Augen, wußte jedoch, dass sie sich noch irgendwo an meinen Körper klammerte. Doch langsam wurde ich mir selbst peinlich und versuchte meinen ersten schlechten Eindruck durch Lethargie wett zu machen.

Also stellte ich mich an ein Bücherregal. Keine Ahnung, welcher Themenbereich dieses behandelte, ich wollte einfach nicht mehr unangenehm auffallen. Ich starrte still und angepasst auf die vielen Titel, die mir absolut gar nichts sagten. Dann schweifte mein Blick nach links. Dort waren Bücher, die interessanter klangen. Aber davor stand eine Frau.

Und jetzt folgt der Tanz! Den kennt jeder von euch. Habt ihr schon tausendmal gemacht. Im Supermarkt oder an der Konzertkasse, beim Aussuchen der Nachossoße im Kino oder einfach nur am Buffet.

Man steht so da, ruhig, regungslos. Man betrachtet höchst konzentriert und gezielt genau das, wovor dieser Mensch steht. Man kommt dort nicht hin, denn es ist unhöflich so nah an einem Menschen heran zu treten, aber man weiß, dieser Mensch geht irgendwann weg. Und damit man signalisieren kann, dass man auch noch mal dort stehen will, um sich das Produkt näher zu betrachten, starrt man dorthin. Beide sind still, beide bewegen sich nicht, beide tun höchst interessiert. Dann bewegt sich der Kopf der Zielperson, man atmet aus und bewegt ebenfalls den Kopf etwas höher. Die Zielperson geht langsam einen Schritt zur Seite. Ich ebenfalls. In die Richtung meines begehrten Regals. Die Dame geht noch einen Schritt weiter, ich nehme die gleiche Schrittlänge hin zu dem begehrten Büchern. Es ist wie ein mittelalterlicher Tanz. Man bewegt sich einzeln und zusammen in gegensätzlicher Richtung. Manchmal auch in die selbe Richtung, aber immer in gleicher Schrittfolge und Geschwindigkeit.

Ich mag diese Art des Tanzes, außer, wenn eine Spinne irgendwo halb verreckend unter meinen Klamotten hängt.

Ich habe übrigens ein Buch gefunden und es für eine Freundin gekauft. Und zu Hause fand ich diese Spinne und brachte sie schweren Herzens in die Hölle, denn diese perverse Spinne, die! Hat´s nicht anders verdient!

So, macht es besser oder nur gut!



Dienstag, 6. August 2013
Gleichförmigkeit im Interessenskonflikt
Ein informiertes Moin aus der Nachrichtenflut.
Die letzten Tage las ich interessiert und intensiv die Zeitung. Ich las Artikel für Artikel durch und dachte sogar kurz darüber nach, einige Artikel auszuschneiden.
Und? Merkt ihr was? Ich lese noch die Zeitung. Ich klicke nicht, verfolge keine feeds, ich scrolle nicht oder selektiere die mir zur Verfügung gestellten Nachrichten, nein, ich bekomme eine gefaltete Tageszeitung nach Hause geliefert, öffne sie mit einer übergroßen Handbewegung, der Tisch verschwindet unter dem stumpfen Altpapier und es knistert gemütlich. Die Zeitung offeriert mir alle wichtigen Neuigkeiten, die ich ihrer Meinung nach heute wissen sollte. Ich lese mich also von vorne bis hinten durch die Artikel durch. Die Überschriften sind oft verwirrend und ich muss erst den Text dazu lesen, um zu verstehen, wovon der Artikel denn überhaupt handelt.

Aufgefallen ist mir dabei, dass ich trotz zusätzlicher Recherche im Internet nur begrenzt Informationen bekomme. Die Selektion meinerseits steht in keinem Verhältnis zu den limitierten Informationen, die ich über ein bestimmtes innen- oder außenpolitisches Thema erhalte.

Und dabei fühle ich mich wie ein Fachidiot ohne Fachgebiet. Wir können alle haargenau erzählen, was in Ägypten, in Griechenland, Sparplänen der Bundeskanzlerin, dem Wahlkampf oder auch der Energiewende passiert, aber ne Ahnung haben wir trotzdem nicht. Wir wissen nicht, was wirklich geschieht, wir wissen nur das, was uns zugemutet wird.
Natürlich sind wir nicht alle Politikwissenschaftler und können uns nicht stundenlang in Fachbücher vergraben und die Hintergründe der Unruhen in den arabischen Staaten erforschen. Dennoch denken wir, dass wir alles wüßten. Die Informationen erscheinen vollständig.

Ein kleines Experiment meinerseits, welches ich gerne in Cafés mache, ist, mich an einen Tisch zu setzen und Zeitung zu lesen. Ich lese nicht ignorierend, sondern offenherzig mit einem netten Lächeln und dann sage ich aus dem Blauen heraus: "Ist das nicht schlimm, was da in Ägypten passiert?" Und dann kommt die Antwort eines Profis. Ja, die Menschen in der Umgebung sind absolute Vollinformationiker, die einem sofort und jederzeit die komplexesten, politischen Zusammenhänge mit einer Leichtigkeit und teilweise einer Arroganz erläutern können, das hat man noch nicht erlebt. Wir sind wirklich so informiert, dass ich nach dieser ausführlichen Berichterstattung frage: "Woher wissen Sie das?". Darauf folgen Pauschalantworten. Verlegenheit, Unsicherheit und überspielte Erklärungsnot. Denn woher soll man das wissen? Man weiß es eben. Die Nachrichten sagen einem das doch. Und die klugen Diskussionsrunden auf den öffentlich-rechtlichen Sendern mit den unstudierten Reportern, die eine extrem oberflächliche Meinung zum politischen Bild der ausländischen Innenpolitikprobleme haben, erklären uns die Welt. Wir wissen, denn wir lesen, wir hören und wir.....nee...denken tun wir nicht. Wir wissen das, was andere wissen, denn dann sind wir optimal informiert.

Aber was weiß ich denn über die Zustände in einem Land, das nicht mein eigenes ist? Und weiß ich denn, was ein Asylbeantrager in Deutschland weiß? Weiß ich, was eine hart arbeitende Mutter mit bezuschußtem Hartz IV durchmachen muss? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht mal, wer bei der Bundestagswahl gewinnt. Ich kann mich informieren, aber ich weiß gar nichts.

Denken hilft, auch wenn es nicht zur Befriedigung des Wissensdurstes führt, ist das Hinterfragen immer noch ein Schatz in unserer überinformieren Gesellschaft voller Gleichförmigkeiten.

"Kierkegaard beobachtet bereits eine schrittweise Diktatur des "Man". Man denkt, man redet, man meint, man tut dies und das. Wo das "Man" regiert, wird man unversehens zum Abklatsch der anderen. Keiner wagt, er selbst zu sein, keiner wagt, aus der Reihe zu tanzen. Die Kierkegaard-Biografin Anna Paulsen:
"Ein solcher Mensch wagt niemals etwas zuerst zu tun, er schaut erst umher, bis er sieht, wie die anderen es machen. Denn 'die anderen', das ist das, wovon er sich abhängig macht.""
Achenbach, Rüdiger: "Der Einzelne und die Massengesellschaft. Serie "Sören Kierkegaard - Vater der Existenzphilosophie" (Teil 2). Deutschlandfunk. Tag für Tag. 06.08.2013.



Montag, 5. August 2013
Zusatzstoffe
Es soll vorkommen, dass man private Dinge mitteilen muss, weil sie einen NICHT ärgern, sondern einfach nur schön sind. Sie machen glücklich, sie zaubern einem ein Lächeln auf das zerschundene Gesicht.

Diese seltenen Momente im Leben, die man teilen möchte, um seine Freude festzuhalten und vielleicht auch ein Schmunzeln auf euer Gesicht zu erhaschen, dafür sind die Zusatzstoffe da. Sie sind selten, sie sind gut und deswegen limitiert.

Schöne Augenblicke sind in sofern limitiert, da sie nicht im Alltag geschehen, sondern zu besonderen Anlässen auftreten, auf die man sich schon länger vorbereitet. Diese Phasen sind gespickt mit Zweifel, mit Vorfreude, mit Unruhe, mit Schlaflosigkeit und Nervosität. Diese sollte man unbedingt bewahren. Sie lassen einen spüren, dass noch ein Kind in einem steckt. Neugierde und Abenteuerlust, Angst vor dem Neuen und Lust auf alles Unentdeckte sind in diesen Momenten unser Antrieb.



Mein Wacken 2013
Moin!
Heute erzähle ich mal was Persönliches. Klar, auf dem Wacken Open Air war ich nicht alleine, aber ich habe mich so sauwohl gefühlt, das muss geteilt werden. Freude soll man teilen und Freu dich! Du bist in Wacken!

Wie viele andere bin ich mit Freunden am Dienstag nach Wacken gereist. Das Dörfchen liegt nicht weit von meiner Heimat entfernt und deswegen freute ich mich auf einen kleinen Campingurlaub. Ich muss gestehen, dass dies mein erster Wackenbesuch war.

Um es kurz zu machen, es hat nen riesen Spaß gemacht. Das Aufstehen am Morgen war immer eine Tortur, jedoch als der nette Mann mit dem Kaffee vorbeikam, war alles wieder gut. Ich trinke auch nicht viel Alkohol, das sollte ich nochmal klarstellen, so dass der Konsum von Alster und Bier mir schon am ersten und zweiten Tag recht schwer fiel. Am dritten Tag war´s ok, man hatte ja Durst. Und das Wasser kostete doch genauso viel und Alster ist dazu noch isotonisch....oder nicht??!!

Bei der Hitze hüpfte und tanzte ich zu Mandowar wild herum und schob mich ins Gedränge von Ruskayas Traktor. Danach war mir übel und ich hatte einen Sonnenstich. Was soll´s. Schnell was trinken, kurz mal Pause und was essen, dann geht´s wieder. Jeder Morgen war anstrengend, jeder Schritt zur nächsten Bühne oder zu den Toiletten zu viel, aber sobald Musik lief, nickte man mit und alles war gut. Ein Lächeln durchzog diese 5 Tage und als Wacken mit Alice Cooper für mich vorerst vorbei war, war dieses Jahr gerettet. Alice Cooper auf der Bühne ist ein riesen großer Spaß. Ich habe nur gelacht und am Ende taten mir die Mundwinkel weh.

Dagegen war Rammstein, wie erwartet, enttäuschend. Die Pyrotechnik konnte es nicht verbergen, wie schlecht Texte und Musik sind. Jede andere Band, bekannt oder noch nicht bekannt, hatte mehr mit dem Publikum gespielt und Sympathien erregt, als Rammstein mit seiner völlig überzogenen Feuershow. Da ich aus Loyalität bei meiner Gruppe diese zwei Stunden Lebenszeit verschwendete, verpasste ich leider die Dezperadoz. Aber genug geärgert. Bin ja selbst Schuld, ne?

Der Gag ist, dass ich erst nach Wacken merkte, wie gut mit dieses Festival tat. Als das Zelt abgebaut war, der Wagen zur Abreise umgeparkt und wir noch bis nachts zum Gelände gingen, um Bands zu hören, drehte sich meine Freundin zu mir und ich sagte "Du riechst so gut". Sie schaute mich fragend an. Ich meinte "Du riechst nach Bier". Ich war nüchtern, da ich nachts nach Hause fahren musste. Auf einmal roch ich Bier und es roch so gut. Dabei mag ich normalerweise nicht so gerne Bier und riechen schon gar nicht.
Als ich endlich im Bett lag und meine Ohren vor Stille dröhnten, hörte ich im Hintergrund ein seltsames, regelmäßiges Geräusch, das ich nicht zuordnen konnte. Nachdem ich die Spülung hörte, wußte ich, es war das Geräusch vom Abreißen des Toilettenpapiers.
Morgens kam ich nicht auf die Beine. Erst als ich im Internetradio einen Metalsender fand und ihn auf eine angemessene Lautstärke regelte, fing mein Kopf wieder an zu nicken, meine Mundwinkel gingen hoch und ich hopste wieder durch die Wohnung. Auch hier die Anmerkung, dass ich kein Metalhead bin. Ich bin eine ganz normale Radiohörerin.
Ich schleppte mich durch den Tag und fiel um 21 Uhr in einen seeligen Schlaf. Um 24 Uhr weckte mich mein Gegenüber, da die limitierten X-Mas-Karten für Wacken 2014 nur jetzt zu bestellen seien und er ginge jetzt ins Bett. Ich saß hundemüde und alle zwei Sekunden auf "aktualisieren" klickend bis um 3 Uhr nachts vorm PC und wollte nicht glauben, dass die metaltix-Seite mir schrieb, dass es keine Karten mehr gäbe. Und sie log! Und ich bekam doch noch welche!
Zweieinhalb Stunden Schlaf später musste ich aufstehen, denn es ist Montag.
Leute, ich freue mich riesig auf Wacken 2014. Ist irgendjemand von euch mit dabei?? Rain or shine!
Macht´s gut oder besser!!